Bildung und Förderung in der frühkindlichen Phase
Unsere Kinder sind das Wertvollste und Wichtigste in unserem Leben. Sie sind hilflos, liebe-bedürftig und auf uns angewiesen. Ich begleite und unterstütze sie auf ihrem Weg ins selbstständige Leben. Die Kinder lernen in den ersten Lebensmonaten und Jahren unglaublich viel. Kinder beobachten viel und interessiert und lernen hierdurch.
Bei mir in der Kindertagespflege werden die Kinder in einer kleinen Gruppe von mir, einer festen Bezugsperson, in einem Familien ähnlichen Umfeld betreut. Diese „kleine Gruppe“ ermöglicht den Kindern intensive und soziale Kontakte.
Im Umgang mit anderen Kindern lernen Kinder miteinander zu spielen und sich aufeinander einzulassen. Sie lernen Kompromisse einzugehen. Sie erfahren hier eine direkte Reaktion auf ihr Handeln. Dieses ganze Miteinander hilft den Kindern sich zu entwickeln und auch später an Regeln zu halten und im Umgang mit anderen zu Recht zu kommen. Als Tagesmutter beobachte ich oft, wie schön Kinder miteinander spielen und auch schon mal kleinere Konflikte selbst lösen können. Ansonsten stehe ich hilfreich zur Seite.
Neben sozialen Aspekten lernen Kinder auch im kognitiven und sprachlichen Bereich von einander. Ich beobachte ganz oft, dass die jüngeren Kinder, die Älteren beobachten und deren Spiel so interessant finden, dass sie das unbedingt auch machen möchten bzw. mit spielen wollen. Sie strengen sich ganz besonders an, um ihr Ziel zu erreichen und kommen so in ihren Fertigkeiten und ihrer Entwicklung ein Stück weiter.
Die Älteren lernen im Umgang mit den Jüngeren Rücksicht zu nehmen, geduldig zu sein oder ihre Hilfe anzubieten.
Individuelle Kinderbetreuung in einer kleinen Gruppe
Die Kindertagespflege bietet gute Rahmenbedingungen für den Aufbau sicherer Bindungen, weil die Kinder von einer Bezugsperson betreut werden. Ich kann mich intensiv um die einzelnen Kinder meiner kleinen Gruppe kümmern und auf ihre Bedürfnisse eingehen.
Das Gefühl der Geborgenheit und die konstante Beziehung zu mir und den anderen Kindern gibt viel Sicherheit und Vertrauen. Das sind gute Voraussetzungen, dass das Kind mit Freude und Neugier seine Umwelt erkundet.
Spaß an Bewegung und Kreativität
Ich gehe jeden Tag mit den Kindern spazieren - Enten beobachten im naheliegenden Park oder auf den Wochenmarkt in der Altstadt, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Sehr beliebt bei den Kindern sind auch Bewegungsspiele, wie „Unser kleiner Bär im Zoo“ oder Bewegen zur Musik. Somit wird auch dem Bewegungsdrang der Kinder entsprochen.
Gemeinsames Bilderbuchlesen, wobei die Kinder erzählen und zu hören, fördert die Sprachkompetenz der Kinder im individuellen Tempo. Singen und Fingerspiele sind auch sehr beliebt. Gerne unterlegen wir diese auch Musikinstrumente. Das weckt das Interesse und die Freude an Musik und Rhythmik.
Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes
Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.
Wir treffen uns in der Regel 3-4 Mal als Gespann von Mama oder Papa mit Kind zum Spielen und Kennenlernen. Danach kommt Ihr Kind ca. eine Stunde allein, um sich an die anderen Kindern und mich zu gewöhnen. Gleichzeitig hat das Kind die Sicherheit, dass die Eltern schnell wieder da sind.
Diese Zeiträume werden schrittweise ausgedehnt – je nach dem, wie Ihr Kind das „mitmacht“ – bis dann das Mittagsessen dazukommt und, wenn alles gut klappt, auch der Mittagsschlaf. Die ganze Eingewöhnung findet immer in enger Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern statt. Einige Kinder brauchen etwas mehr Zeit, andere etwas weniger.
Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft
Ich finde es sehr wichtig, dass Eltern und Tagesmutter einen gemeinsamen Weg in die gleiche Richtung gehen. Die Kinder brauchen eine liebevolle, konsequente und stärkende Erziehung, um hinterher auch im Leben zurecht zu kommen. Hierfür ist auch der rege Austausch mit den Eltern sehr wichtig, um gemeinsam einen guten Weg zu finden, sich auch gegenseitig Tipps zu geben und auf einem gemeinsamen Wissensstand zu sein, z.B.
- Soll vom Schnuller entwöhnt werden? - Dann auch konsequent auf beiden Seiten!
- Beißt das Kind gern? - Dann wird eine gemeinsame Strategie überlegt.
Die sogenannten „Tür- und Angelgespräche“ sind also sehr wichtig. Manchmal ist es nicht immer so umfänglich möglich, deshalb kommuniziere ich mit Ihnen als „meinen“ Eltern auch regelmäßig übers Telefon, SmS, WhatsApp etc. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht und es ist manchmal entspannter, besonders, wenn es beim Abholen turbulent zu geht.
Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig
Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.
Die Entwicklung des Kindes wird dokumentiert
Die Kindertagespflege setzt eine pädagogische und gesellschaftliche Aufgabe um. Die stetige Dokumentation der Entwicklung des Kindes ist für seine spezifische Förderung wichtig. Die einzelnen Schritte der Entwicklung werden in unterschiedlichen Formaten festgehalten und gesammelt, dazu zählen: Sprachlerntagebücher, Erinnerungsordner, Fotos und natürlich auch die Sachen, die die Kinder gemalt und gebastelt haben.
Die spezifische Entwicklung Ihres Kindes ist somit nachvollziehbar und viele wichtige Schritte, auf dem langen Weg des Heranwachsens, werden festgehalten. Die Qualität meiner Arbeit in der Kindertagespflege lässt sich durch die Entwicklungsdokumentation messen. Es entsteht Vertrauen und es macht meine Tätigkeit transparent und nachvollziehbar.